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Model- und Demonstrationsvorhaben

Umsetzung regionaler Nährstoffkonzepte bei der Gülleaufbereitung

Unser

Hintergrund

In Deutschland fallen jährlich über 200 Mio. m3 flüssiger Wirtschaftsdünger an (Destatis, 2017). Auf landwirtschaftlich genutzte Flächen ausgebracht, kann der Einsatz flüssiger Wirtschaftsdünger auf der einen Seite den Einsatz mineralischer Düngemittel substituieren, auf der anderen Seite kann eine nicht bedarfsgerechte Ausbringung von Wirtschaftsdünger, insbesondere in Kombination mit Mineraldünger, negative Auswirkungen auf Gewässer und naturnahe Ökosysteme verursachen. Es ist daher ureigenes Interesse der Landwirtschaft, die gesamte Prozesskette der Düngung effizient zu gestalten und ihre Nachhaltigkeit zu verbessern. Folglich muss eine Überzeugung an die Wirksamkeit der organischen Düngung etabliert werden im Sinne einer Bestätigung der Mineraldüngeräquivalenz.

Gefördert durch:

Projektvorhaben

Im genannten MuD sollen Praxisbetriebe mit vorhandenen Aufbereitungsanlagen betreut und die Verfahren zur Aufbereitung optimiert werden. Durch entsprechende messtechnische Ausrüstung ausgewählter Praxisbetriebe kann eine Massenbilanz der entstehenden Produkte vorgenommen werden. Weiterhin soll durch eine laboranalytische Begleitung die Bewertung der Produkte hinsichtlich wertgebender Nährstoffgehalte erfolgen. Durch Erfassung des energetischen Inputs kann der Energiebedarf bestimmt werden.

Außerdem sollen Ackerbaubetriebe beteiligt werden, welche die aufbereiteten Produkte aufnehmen und gezielt zur Düngung einsetzen. Dafür werden auf aufnehmenden Betrieben die Möglichkeiten der einzelnen entstehenden Substrate für die Pflanzenernährung/Düngung demonstriert. Hierzu gehören moderne Ausbringverfahren für die Rohware, sowie für die entstehenden festen und flüssigen Fraktionen der verschiedenen Aufbereitungsverfahren. Im MuD werden sowohl unterschiedliche Betriebsstrukturen hinsichtlich der Größe, Betriebsform (Tierhaltende Betriebe, reine Ackerbaubetriebe) und Bewirtschaftung (konventionell, ökologisch) berücksichtigt. Außerdem sollen die Ausgangssubstrate unterschiedlicher Herkunft (vorrangig Rindergülle und Schweinegülle) sein. Ziel des Projekts ist es, eine Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Wirtschaftsdüngeraufbereitungsverfahren im großtechnischen und betrieblichen Maßstab zur Nährstoffrückgewinnung zu ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Vorhabens ist ein intensiver Wissenstransfer, der über die teilnehmenden Betriebe und Lohnunternehmen in die jeweilige Region und über die Region hinaus stattfindet. Vorgesehen sind u. a. die Veröffentlichung der Ergebnisse im Internet und branchenüblichen Plattformen sowie in Fachzeitschriften und auf Fachtagungen. Weiterhin sollen regionale und überregionale Informationsveranstaltungen mit Demonstrationen und Betriebsbesichtigungen vor Ort durchgeführt werden. Der Verlauf und die Ergebnisse des Projekts werden außerdem auf der Wissenstransferplattform farmwissen.de präsentiert.

Unsere

Modellregionen

Schleswig-Holstein

Das FuE-Zentrum FH Kiel GmbH ist ein eigenständiges und selbständiges Unternehmen. Ziel des Unternehmens ist der Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – für den ökonomischen Erfolg unterschiedlicher Kunden.

Bayern

Das Institut für Landtechnik und Tierhaltung (ILT) der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist mit der Modellregion Bayern im Projekt vertreten. Innerhalb des Instituts für Landtechnik und Tierhaltung beschäftigt sich der Arbeitsbereich Wirtschaftsdüngermanagement und Biogastechnologie mit der Optimierung von Verfahren des Wirtschaftsdüngermanagements, sowie Fragestellungen zur Optimierung des Biogasprozesses und des Anlagenbetriebs.

Niedersachsen

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) ist die Selbstverwaltungsorganisation der Landwirtschaft in Niedersachsen. Das Ziel ist die Förderung einer zukunftsfähigen und erfolgreichen Entwicklung der niedersächsischen Betriebe der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau und Fischerei. Die LWK berät Betriebe, fördert die Aus- und Weiterbildung, stellt Forschungen in der Praxis an und vertritt die fachlichen Interessen der Arbeitgeber und -nehmer in der Landwirtschaft.

Mecklenburg-vorpommern

Die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei ist eine nachgeordnete Einrichtung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt MV. Die LFA hat die Aufgabe, am Agrarstandort MV einen Beitrag zu leisten, die Landwirtschaft und Fischerei wirtschaftlich, wettbewerbsfähig und umweltverträglich zu gestalten.

Nordrhein-Westfalen

Als Partner des Wissenstransfers ist es das Ziel der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sich den Fragestellungen der hiesigen Landwirtschaft anzunehmen, bei den Verfahren und deren Umsetzung aktiv mitzuwirken und die Erkenntnisse in die landwirtschaftliche Praxis zu übertragen.